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24. Juli 2011

Classics: Effi Briest

Autor: Theodor Fontane
Ersterscheinung: 1896
Besonderheiten: Erster bedeutender Gesellschaftsroman
Beendet am: 05. Juli 2011
Wieso gelesen? Uni

Kurzzusammenfassung:
Der Roman handelt vom Leben Effi Briests, eines siebzehnjährigen Mädchens, das den mehr als doppelt so alten Baron von Innstetten heiratet, von diesem wie ein Kind behandelt und als Frau vernachlässigt wird und nicht zuletzt deswegen für kurze Zeit der Leidenschaft zu einem Offizier verfällt. Als die Affäre nach Jahren bekannt wird, tötet Innstetten zur Wiederherstellung seiner Ehre den Rivalen im Duell. Seine Ehe wird geschieden und Effi muss sich von ihrem Kind trennen. Sie wird gesellschaftlich geächtet und auch von ihren Eltern zunächst verstoßen, bis diese drei Jahre später die inzwischen todkranke Tochter schließlich doch noch wieder zu Hause aufnehmen.

Persönliche Meinung:
Zum ersten Mal "gelesen" habe ich den Roman 2006, als ich in der 12. Klasse war. "Gelesen", weil es mich nach den ersten 20 Seiten so angeödet hat, dass ich es nicht weiterlesen wollte.
Also war ich nicht sehr begeistert, als meine Dozentin dieses Semester die Leseliste für das Seminar "Die Kommunikation von Liebe in der Literatur im 18. und 19. Jahrhundert" austeilte, und ich als letztes Werk Effi Briest vorfand.
Da ich das Werk nie beendet hatte und ich ihm eine 2te Chance geben wollte, habe ich es dann doch nochmal gekauft und gelesen. Diesmal war ich nach den ersten 20 Seiten schon absolut begeistert und gefangen, sodass ich das Werk gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Da ich leider an einen Fehldruck gekommen war, bei dem 50 Seiten fehlten, musste ich auf ein neues Exemplar warten, welches mir der Verlag kostenlos zuschickte. So kam es leider zu einer einwöchige Lesepause, doch als ich wieder anfing weiterzulesen, war ich sofort wieder gefesselt.

Ein wundervolles Werk über eine naive, kindliche und dennoch liebenswerte Effi, die in den Konventionen ihrer Zeit gefangen ist und an diesen letzten Endes zu Grunde geht.

Zitate:
** Er hatte das Gefühl Effi zu lieben, und das gute Gewissen, dass es so sei, ließ ihn von besonderen Anstrengungen absehen **

** Um zehn war Instetten dann abgespannt und erging sich in ein paar wohl gemeinten, aber etwas müden Zärtlichkeiten, die sich Effi gefallen ließ, ohne sie recht
zu erwidern **

** Und dann ist doch immer noch ein Unterschied zwischen Gedanken und Wünschen. Gedanken sind in der Regel etwas, das noch im Hintergrund liegt, Wünsche aber liegen meist schon auf der Lippe **

** Effi war nicht für Aufgewärmtheiten; Frisches war es, wonach sie sich sehnte, Wechsel der Dinge **

Meine Wertung: 5 / 5

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